Hohe Rast

Hohe Rast

am Anzenberg


Ort

Hohe Rast

am Sattel der Forststraße

An dieser Stelle, dem höchsten Punkt des Pfades über den Anzenberg, legten die Goiserer Bergleute auf ihrem Weg zum bzw. vom Ischler Salzberg eine Rast ein, wodurch sich der Name erklärt. Gleichzeitig auch eine Grenzmarkierung. Hier gab es wohl schon seit Gründung des Ischler Salzbergs 1563 einen Rastpunkt, die Tafel, die an einem Baum am Waldrand hängt, ist 1781 datiert, wurde seither aber mehrfach erneuert, zuletzt 1996. Der romantisierende Spruch kann kaum aus der Errichtungszeit stammen, eher aus dem 19. Jh. Die erklärende Tafel an der Straße wurde 2013 zum 450-Jahr-Jubiläum des Salzbergs hinzugefügt.

Die Holztafel mit Seitenwangen und Giebeldächlein ist unten mit verkümmerten Rocaillen und Voluten geschmückt, könnte daher tatsächlich noch aus 1781 stammen und war damals vielleicht ornamental bemalt. Auf der Tafel ist ein schwarzes Kleeblatt-Kreuz (so genannt wegen der verdickten Kreuzenden) mit einem volkstümlich geschnitzten und naturalistisch gefassten Corpus (Dreinageltypus) befestigt, bei dem  Heiligenschein und Lendenschurz vergoldet sind. Beidseits des Kreuzes in Frakturschrift ein frommer Spruch.