Adalbert Stifter Gedenktafel

Adalbert Stifter Gedenktafel

Schulgasse 9


Ort

Leben und Werk

Adalbert Stifter (1805 - 1868)

Stifter wurde 1805 in Oberplan (heute Horní Planá) geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Seine ersten Veröffentlichungen - typische Biedermeier-Novellen - erschienen zuerst in Journalen, dann in den Sammelbänden Studien (1842 - 47) und Bunte Steine (1853).

In den letzten Jahren ist Stifter international zu einem der interessantesten Autoren des 19. Jhdts. aufgewertet worden, seine Werke wurden ins Russische, Chinesische und Japanische übersetzt. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Der Condor, Abdias, Hochwald, Brigitta, Kalkstein und Turmalin, Der Nachsommer, Der Waldsteig, Bergkristall und der historische Roman Witiko. Immer wieder spielen auch gefährliche Naturereignisse (Gewitter, Feuer, Schneestürme) eine Hauptrolle in seinen Texten, ua in der Erzählung Die Mappe meines Urgroßvaters.

Stifter war nicht nur Dichter, sondern auch Essayist, Restaurator und Denkmalpfleger (Rettung des berühmten Kefermarkter Altars) und hat auch als Landesschulinspektor Bedeutendes geleistet.

Bezug zu Ischl

Vor seinen literarischen Gehversuchen - die ihn später berühmt werden ließen - fertigte Stifter Landschaftsansichten des Salzkammergutes. Als Schulinspektor besuchte er wiederholt die örtlichen Schulen, jene von Bad Ischl leider erfolglos, denn Ende August waren Schulferien!

"Am 31. August besah ich die Schule in Ischl, wo aber die Kinder Ferien hatten, weshalb ich mich nur auf eine Besprechung mit dem Lehrer und Gehilfen über die Art ihres Unterrichtes und ... wie derselbe ... auf das praktischste ins Werk gesetzt werden könnte, beschränkte."

– A. Stifter –