Bildstock „St. Johannes-Nepomuk“

Bildstock „St. Johannes-Nepomuk“

In der Götzstraße, bei der „Johannes-Brücke“ in der Grünanlage neben der Brücke


Ort

Eine Kapelle mit einer steinernen Johannes-Nepomuk-Statue wurde 1723 gestiftet, sie stand auf der Roither Seite der Ischlbrücke, die seither nach dem Schutzpatron der Brücken „Johannes-Brücke“ heißt. Beim Neubau der Brücke 1897 wurde die Kapelle demoliert und die Statue samt altem Sockel unter einem Blechdach (das stark deformiert noch vorhanden ist) am Felsen  bei der Abzweigung Gassnerweg aufgestellt. Um 1957 ist die qualitätvolle barocke Statue verschwunden, der Sockel blieb bis 1982 an Ort und Stelle, dann wurde er zum rechten Brückenkopf übertragen und darauf eine neue Nepomuk-Statue von Veronika Löschenberger plaziert und mit einem Schutzdach versehen. Diese Statue wurde 2008 während der Restaurierung durch einen Vandalenakt zerstört, worauf vom „Ischler Heimatverein“ eine alte Gußeisenstatue des Heiligen aus Pfarrbesitz restauriert und auf einem zusätzlichen Steinsockel und mit vergrößertem Dach aufgestellt worden ist. Es ist möglich, daß diese Statue ursprünglich zwischen 1847 u. ca. 1867 neben der Hauptbrücke beim „Hahnbaum“ gestanden ist (vgl. Nepomukstatue Hauptbrücke).

Die bewegte Geschichte des kleinen Heiligtums spiegelt sich im Aufbau: zuunterst ein Sockel von 1897, darauf das 1723 datierte Podest aus der alten Kapelle (die Stifter-Monogramme lassen sich derzeit nicht deuten), darauf der 2008 neu hinzugekommene Sockel (ein Grabdenkmal vom Ischler Friedhof), auf dem die seit 2008 bunt gefaßte Johannes-Statue steht (ursprünglich war sie monochrom ocker gestrichen). Zuoberst das 1982/83 errichtete und 2008 veränderte Schutzdach.