Kapelle am Doppelblick

Kapelle am Doppelblick

bei Jainzen 5, gegenüber Jainzendorfstraße 46 gleich neben (westlich) der Straße oberhalb des „Holzhackerbichl“ genannten steilen Straßenstücks


Ort

Die kleine, für die Biedermeierzeit typische Kapelle steht zwischen zwei einstmals vielbesuchten Aussichtspunkten; „Sophiens Sitz“ (oder: - Platz“), südlich der Kapelle, 1823 von Freiin v. Schweiger gestiftet, und  „Sophiens Doppelblick“, nordwestlich der Kapelle, vor 1839 schon so genannt und später lange Jahre ein bekanntes Ausflugsgasthaus.  Abgesehen von einem nach 1900 angefügten Strebepfeiler, der Blechdeckung und 2 Kriegergedächtnis-Tafeln von 1954 im Inneren hat sich die Kapelle seit dem Bau 1843 praktisch unverändert erhalten.

Weil so selten geworden, sei auf das Äussere der Kapelle besonders verwiesen: Rieselwurf mit aufgelegten glatten Bändern an den Ecken, verputzte Hohlkehle, kein abgesetzter Sockel. Geschwungenes Zeltdach mit Knauf und Kreuz, schulterbogige Türöffnung mit Lattentüre.  Im Inneren hinter einem engmaschigen Eisengitter mit der Jahreszahl 1843 und einem nicht aufgelösten Monogramm W B das ebenso typische Kapelleninventar des 19. Jhs.: als eigentliches Altarbild ein großes Marienbild, weiters Heiligenbilder von Jesus, Maria, St. Michael, St. Florian, Holz-, Gips- und Wachsfiguren, Drucke, ein kleines Hinterglasbild und ein Wallfahrtsandenken an Altötting.