Kapelle bei der Rettenbachmühle

Kapelle bei der Rettenbachmühle

Nahe der Rettenbachbrücke am Zugang zum ehemaligen Gasthaus Rettenbach-Mühle


Ort

Die Kapelle wurde laut Inschrift im Innenraum 1862 von Maria Vockenhuber, damals  Besitzerin der „Rettenbachmühle“ erbaut und 1863 eingeweiht. Später (verm. nach 1900) wurden die Außenwände verschindelt, die Fenster vermauert, in einer der Fensternischen eine „Lourdes-Grotte“ eingerichtet. Die Kapelle wurde angeblich gerne von Kaiserin Elisabeth besucht, sie soll auch kleine Weihegaben gestiftet haben.

Neugotische Kapelle mit 3/8-Schluss, die Außenseiten sind mit Ausnahme der Giebelwand vollständig verschindelt, aufwendige Eingangstüre mit spitzbogiger Oberlichte, darüber ein Stuckmedaillon (Christus).  Im Inneren ein Spitztonnengewölbe, bei der Einrichtung vor allem bemerkenswert der neugotische Flügelaltar: mittig Mariä Krönung, links St. Wolfgang, rechts eine heilige Nonne, im Gesprenge Maria u. 2 Heilige (alte Figuren gestohlen). Gestühl und Eingangstüre aus der Bauzeit, neben der Türe Steintafel mit Bauinschrift. Eine Gipsstatue (Pietá) ist dem Andenken an Louise v. Drouot, † 1911, Frau eines Linzer Bürgermeisters, gewidmet. Die linke Fensternische ist als „Lourdes-Grotte“ mit einer Marienstatue aus Gips gestaltet.