Pestsäule im „Kaiserdörfel“

Pestsäule im „Kaiserdörfel“

Bildstock am „Trenklbachbichl“ nahe Jainzendorfstraße 21, das ist der zum Teil steil abfallende Verbindungsweg zwischen Jainzendorfstraße und Kreutererstraße


Ort

Die Bezeichnung „Pestsäule“ ist nicht belegt, das Bild der Pestpatrone St. Sebastian  und Hl. Dreifaltigkeit lassen aber einen Zusammenhang mit der Pest vermuten. Auch ist der Bildstock wohl im 17. Jh. entstanden, in einer Zeit, als im Salzkammergut immer wieder Seuchen grassierten. Die Bilder scheinen (1936 ?) einmal ausgewechselt worden zu sein, seit 1998 waren es überhaupt Kopien. Eine Zeitlang – von 1937 bis 2012 – trug er ein Kupferdächlein, die Restaurierung 2014 durch den Ischler Heimatverein hat ihm nicht nur seinen Steinhelm zurückgebracht, sondern auch das alte, lange deponiert gewesene Eisenkreuz. Auch die Bilder wurden nach altem Vorbild neu gemalt.

Der schlanke, am Schaft breit abgefaste Steinpfeiler aus „Ischler Marmor“ besitzt einen nur wenig vortretenden Tabernakel ohne Nische, dafür mit seichten Vertiefungen an allen vier Seiten für Bilder, und wird von einem kräftigen Gesims abgeschlossen, auf dem ein von einem ziemlich großen eisernen Kreuz bekrönter Pyramidenstumpf sitzt. Die auf Blech gemalten Bilder zeigen die Hl. Maria, den Hl. Josef, eine Kreuzigung (die bei genauerem Hinsehen ein „Gnadenstuhl“, also eine Dreifaltigkeitsdarstellung ist) und den schon erwähnten Hl. Sebastian.