Pestsäule Sulzbacherstraße

Pestsäule Sulzbacherstraße

an der Sulzbacherstraße, im Garten von Nr. 1


Ort

Pestsäule

an der Sulzbacherstraße, im Garten zu Nr.1

Im 17. Jh., besonders gegen Ende des Jahrhunderts, wurde das Salzkammergut wiederholt von der Pest und auch anderen, ebenfalls kurzweg als Pest bezeichneten Seuchen heimgesucht, die meisten Opfer gab es im Jahr 1693. Einer nicht verbürgten Überlieferung zufolge wurden die Pestopfer in Gruben auf den Sulzbachfeldern bestattet, da der Friedhof die Toten nicht mehr fassen konnte. Inwieweit die „Pestsäulen“ in Sulzbach mit diesen Beerdigungen zusammenhängen, ist ungeklärt, und ob die Bezeichnung „Pestsäule“ im vorliegenden Fall historisch ist, ist genauso unsicher, ihr Schaft ist jedenfalls dem des ebenfalls „Pestsäule“ genannten Bildstocks an der Grazerstraße sehr ähnlich, stammt also aus der selben Zeit. Früher stand sie an einem Feldweg und wurde um 1900 an die jetzige Stelle versetzt.

Auf einem Steinpfeiler mit abgefasten Kanten ruht ein würfelförmiges, an drei Seiten verschindeltes Holzkästchen mit Satteldach, in dem hinter einem Glastürchen u.a. eine Marien- und eine St.-Antonius-Statue stehen.