Ramsauer Gedenktafel

Ramsauer Gedenktafel

Die Tafel befindet sich auf dem Haus Hasnerallee 8 (Esplanade rechte Seite nach dem Steg über die Traun)


Ort

Johann Michael Ramsauer

1811 - 1883

Johann Michael wurde am 22. Oktober 1811 in einem kleinen Bauernhof in der Ortschaft Kreutern geboren. Nach dem Besuch der Grundschule bekam er schon mit 13 Jahren von der Salinenverwaltung eine Ausbildung zum Holzknecht.

Ihn interessierte vor allem Mechanik, Mathematik, Geometrie und die schwierige Dreiecksberechnung (Trigonometrie). Er brachte sich selbst das Erstellen von Bauplänen bei.

1848 Ernennung zum k.k. Salinen Wehr-, Maurer- und Zimmermeister.

Er war nun verantwortlich für zahlreiche Wasserbauten. Unter anderem leitete er den großen Wehrbau am Zinkenbach (Abersee) und baute Straßen wie zum Beispiel jene zum Nussensee. Auch die Auffahrt zur Kaiservilla wurde von ihm projektiert und gebaut.

1861 wurde er zum Bauübergeher ernannt. Er bewährte sich so sehr, dass er kurz darauf zum einzigen „Wasserwerkmeister“ von Oberösterreich ernannt wurde. Sein Hauptanliegen war nun die Regulierung der Traun, auf der sich der gesamte Salztransport abspielte. Bald war er für die Bauten an der gesamten Traun zuständig. Für das Setzen der Pfähle, die für Wehrbauten und den Treppelweg notwendig waren, erfand Ramsauer eine hydraulische Ramm-Maschine, einen Laufkran und sich selbst öffnende und schließende Wasserstau-Tore.

Als im Jahre 1873 in Wien die Weltausstellung stattfand, bekam er für sein Modell vom Traunfall eine Goldmedaille für Kunst und Fortschritt. Auch bei den Weltausstellungen von Paris und London wurde er mit Goldmedaillen ausgezeichnet.

1873 wurde Johann Michael Ramsauer schließlich zum Bauadjunkt  ernannt. In diesem Jahr zeichnete er auch einen Plan von Ischl, der durch seine Genauigkeit besticht. Als er im Jahre 1878 in den Ruhestand ging, wurde er am 3. November von Kaiser Franz Josef für seine vielen Verdienste mit dem goldenen Verdienstkreuz ausgezeichnet.

Friedhof Ramsauer