Schlüsselloch

Schlüsselloch

In der Zimnitzwildnis (verlängerter Eiskapellenweg) in der Felswand neben der Forststraße


Ort

Im Zimnitzgebiet gibt es einige Sagen, in denen der „Zimnitzgeist“ eine Hauptrolle spielt. Er haust im Inneren des Berges und einmal im Jahr – während der Christmette, die ja früher um Mitternacht begann – öffnet sich hier beim „Schlüsselloch“ für genau eine Stunde die Felswand und erlaubt den Zutritt zu unermesslichen Schätzen.

Belege für ein kleines Heiligtum beim Schlüsselloch gibt es erst seit den 1920erjahren, sodaß offen bleiben muß, wie weit hier der Gedanke der „Verchristlichung“ einer „heidnischen“ Kultstätte bei dessen Einrichtung mitgespielt haben könnte. Im Prinzip handelt es sich um eine kleine natürliche „Lourdes-Grotte“ und sie wird wie die anderen Vertreter dieser Gattung Ende des 19. / Anfang des 20. Jhs. entstanden sein. In der Bevölkerung ist das „Schlüsselloch“ sehr beliebt, so gut wie immer brennt mindestens ein Licht. Buddhistische Symbole der letzten Zeit weisen auf Versuche zu einer spirituellen „Erweiterung“ der Kultstätte.

In einer kleinen natürlichen Felsnische steht eine der üblichen „Lourdes-Statuen“ aus Gips, besonders malerisch ist die Stätte im Winter, wo die kerzenbeleuchtete Statue ganz von Eis eingeschlossen ist.