
Wirerstraße 12
Ds Bezirksgericht Bad Ischl war ursprünglich das "Neue Rathaus von Ischl". Es wurde mit Kaufvertrag vom 20. Juni 1854 von der Gemeinde an das K.K.Aerar um 12 000 Gulden verkauft. Seitdem befindet sich in dem Gebäude das Bezirksgericht. 1896 wurde ein Gefangenenhaus angebaut, das 15 Zellen für maximal 60 Häftlinge enthielt. Im Winter 1964/65 wurde das Gefangenenhaus abgetragen. anschließend wurde das Gebäude generalsaniert. 1968 galt das Gebäude wohl als das modernste Gericht im Oberlandesgerichtssprengel.
Wer sich im Erdgeschoß des Bezirksgerichts (Nicht öffentlich zugänglich! Achtung! Ausweis mitnehmen!) zur Stiege bewegt, findet hinter dem Lift diesen interessanten Stein, auf dem sich ein kleiner Grammatikfehler eingeschlichen hat. Schon im 19. Jahrhundert wird hier dazu aufgerufen, keine Selbstjustiz zu üben sondern das Gesetz zur Bestrafung der Verbrecher anzuwenden.
LEGE
MALEFACTOR
CONDEMNABITUR
EDITO ANNO 1894
Übersetzung:
Durch das Gesetz wird der Übeltäter verurteilt werden.
Veröffentlicht im Jahr 1894
Hier ist der Fehler: Edito müsste eigentlich Editum - veröffentlicht heißen, da es grammatikalisch nicht zu anno – im Jahr gehören kann.
Verfasst von einer Schülergruppe des BRG Bad Ischl unter Leitung von Mag. Eva Gottwald
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