Arthur Schnitzler Gedenktafel

Arthur Schnitzler Gedenktafel

Salzburger Straße 8


Ort

Leben und Werk

Arthur Schnitzler (1862 - 1931)

Schnitzler stammte aus einer bürgerlichen jüdischen Familie, war ursprünglich Arzt wie sein Vater, widmete sich dann aber schon früh dem literarischen Schaffen. Seine Werke zeigen die Spannungen zwischen den Gesellschaftsklassen einer streng ständisch geordneten Kultur, die Problematik der Geschlechterverhältnisse und die heute kaum nachvollziehbare bedeutende Rolle des Militärs.

Als Dramatiker trat er mit zahlreichen Neuerungen hervor (ua Einführung des 'inneren Monologes') und wurde rasch ebenso berühmt wie berüchtigt. Seinem ersten Theatererfolg, dem Zyklus Anatol (1893), folgten ua Liebelei (1895), Der Reigen (UA 1920), Freiwild (1896), Professor Bernhardi (1912) uam. Zahlreiche Werke werden auf Bühnen in aller Welt aufgeführt und sind auch verfilmt worden (zB Das weite Land, Traumnovelle [Grundlage zu Stanley Kubrick's Eyes Wide Shut]

Bezug zu Ischl

In seiner Autobiographie Jugend in Wien erinnert sich Schnitzler: "Im Jahre 70 oder 71 atmete ich zum ersten Mal Salzkammergutluft." Durch die sommerlichen Besuche mit seinen Eltern wurde die lebenslange Begeisterung für die Region geweckt, wobei er ab 1890 mit einem "Bicycle" die Landschaft "erradelte". Einige seiner Werke wurden hier sogar (ur-)aufgeführt: Das Abschiedssoupé aus dem Anatol-Zyklus (1893 in Ischl), Freiwild (1897 in Gmunden), die Liebelei (1898 in Ischl).

Die Liebe zum Salzkammergut riss auch in den Kriegsjahren nicht ab und so blieben er und seine Familie auch in den Jahren 1914, 1915 und 1916 der Region treu.