Bildstock Gottsnamstein

Bildstock Gottsnamstein

an der Lauffner Marktstraße, ca. 30 m vor Unterführung der B 145


Ort

Bildstock Gottsnamstein

an der Lauffner Marktstraße, ca. 30 m vor der Unterführung der B 145 am südlichen Ortsende

Der Name stammt vom Brauch der unten auf der Traun fahrenden Schiffer, bei seinem Anblick vor der Durchfahrt durch den „Wilden Lauffen“ den Hut abzunehmen und sich dem Schutze Gottes zu empfehlen.

Der Tradition nach verdankt der Bildstock seine Errichtung dem Erlöschen der Pestepidemie 1624, weswegen er auch „Pestsäule“ genannt wird. Er ist jedoch schon 1540 beurkundet und auch der noch stark spätgotisch beeinflusste Stil spricht eher für eine Entstehung im 16. Jh. 1988 wurden die Bilder durch Kopien ersetzt.

Der hohe Bildstock mit Schindeldach und Patriarchenkreuz steht auf einer in den Abhang zur Traun hinausgebauten Plattform. Auf einem achteckigen Schaft mit profiliertem Sockel sitzt ein vorspringender viereckiger Aufsatz mit drei profilgerahmten Nischen, darin jeweils ein Gemälde auf Blech: Ölberg, Geißelung, Dornenkrönung. An der glatten vierten, zur Traun hin gerichteten Seite befand sich eine direkt auf den Stein gemalte Kreuzigung, die um 2000 bei einer „Renovierung“ zerstört worden ist. Am Schaft ein ovales Blechmedaillon mit dem Lauffner Marktwappen.

Berücksichtigt man das Alter, die Größe und die künstlerische Ausführung, stellt der „Gottsnamstoa“ wohl den bedeutendsten Bildstock der Gemeinde Bad Ischl dar.