Bildstock „Grenzkreuz“  am „Wiesbühel“

Bildstock „Grenzkreuz“ am „Wiesbühel“

Grazerstraße, Abzweigung Dr.-Sterz-Weg, direkt an der Abzweigung oberhalb einer Stützmauer


Ort

Ort

Ein „Kreuz“ an der Burgfriedgrenze im Gries (siehe Burgfried Grenzstein Frauengasse) ist schon 1451 beurkundet. Stilmäßig ist der bestehende Bildstock schwer einzuordnen, vom späten 15. bis zum frühen 17. Jh. ist alles möglich, jedenfalls dürfte er der älteste Bildstock im Ischler Bereich sein. Bis ca. 1770 stand er ungefähr bei der Abzweigung Frauengasse, dann wurde er an die jetzige Stelle versetzt. Bei einer Straßenverbreiterung 1974 wurde er halb eingeschüttet und am Schaft mit einem neuen Betonsockel und einem Steinkreuz versehen.

Der Bildstock ist ziemlich roh, jedoch zur Gänze aus einem Stück gearbeitet. In der großen und tiefen Nische befand sich ein verblichenes Marienbild (v. Medjugorje, Druck von 1989), davor eine wenig passende Laterne.

2023 ließ der Ischler Heimatverein den Bildstock restaurieren. Er erhielt ein neues Fundament, Steinmetzmeister Günter Brucker ergänzte den Sockel und restaurierte das Denkmal. Oben wurde ein neues Kreuz aufgesetzt. Die Künstlerin Hanni Ballerin malte ein neues Votivbild nach gotischem Vorbild: Der Hl. Nikolaus (Pfarrpatron) und im Hintergrund die Burg Wildenstein.