Bildstock in der Salzburgerstraße

Bildstock in der Salzburgerstraße

Bei Nr. 6 im Garten direkt am Zaun


Ort

Zu diesem schönen und verhältnismäßig alten Bildstock gibt es leider nur wenig zu sagen.  Sein Stil verrät, daß er wohl in der 2. Hälfte des 17. / 1. Hälfte des 18. Jhds. gefertigt worden ist. Nach einer alten Tradition wurde in den Franzosenkriegen – französische Truppen waren 1800-01, 1805 und 1809 in Ischl – von den Ischlern bei diesem Marterl den Franzosen, die damit gedroht hatten, den Markt mit Kanonen zu beschießen, die verlangte Kontribution übergeben. Es konnte aber nicht festgestellt werden, ob diese Erzählung der Wahrheit entspricht.

Der sauber gearbeitete Tabernakelbildstock wird von einem Doppelkreuz mit „IHS“ im Strahlenkranz bekrönt. In der rechteckigen Nische befindet sich angeblich ein auf Blech gemaltes Bild der Hl. Barbara, Patronin nicht nur der Bergleute, sondern auch der Artilleristen (!). Die Nische ist jedoch seit langem durch ein mit einem Marienbild beklebtes Fensterchen verschlossen.  Der Bildstock ist nur auf Vordersicht berechnet.