Einsiedlerstein am Siriuskogl

Einsiedlerstein am Siriuskogl

Vom Prater auf den Siriuskogl auf halber Höhe


Ort

Der „Einsiedlerstein“ ist eigentlich ein Naturdenkmal, seit 1984 auch amtlich, ein in zwei Teile zerbrochener, fast 5 m hoher Dolomit-Findlingsblock, der in der Eiszeit vom Traungletscher hierher transportiert worden ist. Seinen Namen hat er in der Biedermeierzeit erhalten, als hier 1825 die Großhändlers-Gemahlin Henriette von Walter eine Einsiedelei in der Art einer Rindenkapelle aufbauen ließ und „Henriettens Unruhe“ benannte. Eremitagen waren damals eine beliebte Zutat Englischer Gärten. Zehn Jahre später war die kuriose Anlage schon im Verfall (dafür prangte am Gipfel des Siriuskogels „Henriettens Höhe“), noch später hat man die Felsen mit mittlerweile wieder zur Gänze verschwundenen Märchenbildern bemalt, was wohl die jedoch nicht volkstümlich gewordenenen Namen „Adlerstein“ und „Drachenfels“ zur Folge hatte.