Kalvarienberg Hl.Grab Kapelle

Kalvarienberg Hl.Grab Kapelle

Links oberhalb der Kirche


Ort

Um 1765 wurde nach einem Ansuchen von 1764 das Kalvarienberg-Ensemble durch die Hl.-Grab-Kapelle komplettiert. Dem damaligen Kunstwollen entsprechend wurde der Bau innen und außen mit Fresken geschmückt: neben 2 lebensgroßen Wächtern gab es in gemalten „Stuck“-Rahmen Szenen aus der Auferstehungsgeschichte, an der Apsis eine „Maria mit sieben Schwertern“). Über der Apsis saß ein überkuppeltes Türmchen mit gedrehten Säulen. Nach der Renovierung der Kalvarienbergkirche, bei der das große Deckenfresko großteils übermalt worden war, hat man um 1899 auch die Hl.-Grab-Kapelle renoviert und dabei die Malereien an der Vorderseite renoviert, an den restlichen Seiten aber übertüncht. Das Türmchen wurde abgetragen, das Innere neu ausgestattet. Im Zuge der großen Kirchenrestaurierung 1960-68 erhielt die Kapelle einen neuen Aufgang, bei der "Restaurierung" 1984-85 hat man mit Ausnahme der Vorderseite den Altputz mit den mittlerweile wieder teilweise zutagegetretenen Fresken vollständig abgeschlagen, die verbliebenen Malereien  wenig ambitioniert restauriert. Um 2000 ließen die Ischler Goldhaubenfrauen die Blechschnittfigur am Giebel und Teile der Innenausstattung restaurieren.

Länglicher, hinten rund geschlossener Bau mit hochgezogenem Rundgiebel, bekrönt von einer Blechfigur des Auferstandenen. Das Besondere der Kapelle ist der illusionistische Freskenschmuck, der sowohl eine architektonische Gliederung als auch menschliche Figuren vortäuscht. Leider ist er wie erwähnt nur an der Vorderseite erhalten: der Eingang wird von zwei Grabwächtern in römischen Rüstungen flankiert, an den Ecken gemalte Pilaster, im Giebel eine gemalte Kartusche mit Leidenssymbolen und Bibelzitaten. Den Eingang bildet ein wiederverwendetes, ursprünglich breiter und niedriger gewesenes  Steingewände in spätgotischen Formen mit einem biedermeierlichen Schmiedeeisengitter. Innen ein von 3 Lichtschlitzen erhellter Vorraum mit 4 auf die Auferstehung bezugnehmenden Ovalbildern von Karl Wutschl (1899) und einem älteren Opferstock, dahinter – hinter einem zweiten Biedermeiergitter – das eigentliche Hl. Grab aus der Zeit um 1899, ein kulissenartiger Aufbau aus bemaltem Holz und Steinbrocken. Das Jahr über ist das Grab leer, Karfreitag und Karsamstag liegt eine lebensgroße Holzfigur des toten Christus im Grab, in der Osterzeit  dann über dem Grab eine aus Brettern ausgeschnittene Silhouettenfigur des Auferstandenen, flankiert von zwei knieenden Engeln.