Kapellenbildstock „Dreifaltigkeits-Kapelle“

Kapellenbildstock „Dreifaltigkeits-Kapelle“

An der Engleitenstraße in der Engleiten an der Abzweigung der „Römerstraße“ zur Ruine Wildenstein


Ort

Die seit dem 19. Jh. so genannte „Römerstraße“ ist eigentlich die alte, früher auch „Eisenstraße“ genannte Landstraße, die Verbindung von der Steiermark nach Salzburg.  Bis ins späte 18. Jh. war sie ein bedeutender Verkehrsweg (Mautstelle bei der Ruine Wildenstein). 

Ob die „Dreifaltigkeitskapelle“ ihre Entstehung der im turbulenten 17. Jh. besonders gepflegten Wallfahrt zur Hl. Dreifaltigkeit in Lauffen (1637 Dreifaltigkeitsgruppe in der Lauffner Kirche, 1697 Dreifaltigkeitskapelle Lauffen verdankt, lässt sich derzeit nicht feststellen. Die Hl. Dreifaltigkeit wurde gegen Katastrophen aller Art, insbesondere aber gegen die Pest bzw. ähnliche Seuchen, angerufen. Fassbar wird die „Kapelle“ erst im Biedermeier, als sie zwischen 1844 und 1872 umfassend renoviert und mit Wandgemälden geschmückt wurde. 2006 wurde die Kapelle in ungefähr alter Gestalt neu erbaut, wobei das wiederverwendete Dach um 90° gedreht wurde. Die feierlich Einweihung erfolgte am 15. Sept. 2006 und wurde von der Goldhauben-, Kopftuch- und Schwammerlhutgruppe finanziert.

2018 ließ die Goldhauben-, Kopftuch- und Schwammerhutgruppe das Dach neu mit Schindeln decken.

Kleiner, bis 2006 alt wirkender „begehbarer Bildstock“ mit gewölbter Nische und (etwas unsymmetrischem) Schindel-Zeltdach. In der Nische ein Tafelbild „Gnadenstuhl“ (Gottvater, gekreuzigter Jesus, Hl.-Geist-Taube) mit Engel und Spruchband (19. Jh., Kopie von 1989). Vor dem Bild ein dünnes Eisengitter mit Draht-, Blech- und Holzappliken.