Mariazeller-Kapelle an der Rosenkoglstraße

Mariazeller-Kapelle an der Rosenkoglstraße

In der Rosenkoglstraße bei Nr. 1 an der Geländekante gleich nördlich der Abzweigung der Rosenkoglstraße von der Bundesstraße B 145, wo der Soleleitungsweg auf die Rosenkoglstraße trifft


Ort

Laut der heute nicht mehr vorhandenen Widmungsinschrift hat die Kapelle  [Anna] Polixena Lidl von Lidlsheim, geborne Neuman von Neyberg k.k. Pflegerin zu Wildenstein (! – die einzige Frau als Verwalterin der Herrschaft Wildenstein, bis zu seinem Tod 1723 hatte ihr Mann dieses Amt inne, sie selbst starb 1726) 1723 zum Andenken an ihren bei einem Schiffsunglück beim „Unteren Kreuzstein“  am 1.12.1719 zu Grunde gegangenen Sohn Franz Josef Lidl v. Lidlsheim gestiftet. Die Kapelle ist dem Gnadenbild von Mariazell geweiht, weil der Sohn vor seinem Tod diese Gnadenvolle Mutter noch angerufen haben soll. Aus der Bauzeit ist aber nur mehr das Schmiedeeisengitter im Inneren erhalten, die Kapelle selbst trägt Stilmerkmale des Biedermeier (es wird ein Renovierungsdatum 1826 genannt), 1904/05 und nach einem Brand 1912 wurde sie wiederhergestellt.

Die schlichte fensterlose Kapelle mit Rundapsis ist tonnengewölbt und hat ein kreuzbekröntes geschwungenes Satteldach. Innen stirnseitig hinter dem barocken Eisengitter das schon erwähnte Bild der „Mariazeller Muttergottes“ mit einer Ansicht der Wallfahrtskirche, beidseits seitlich zwei Steintafeln von 1919 bzw. 1953 zur Erinnerung an die Toten der beiden Weltkriege. Ein paar Kirchenstühle in barocken Formen vervollständigen die Ausstattung, ein derzeit deponiertes „Arme-Seelen-Bild“  wurde 1914 von Hans und Marietta von Lidl renoviert.